die Ergebnisse
I Auftakt I Arbeitskreis 1 I Arbeitskreis 2 I Arbeitskreis 3 I Arbeitskreis 4 I Abschluß I Maßnahmen 06 I
Arbeitskreis 4

____am 1. Juli 2005 ab 19:00
____in der Gaststätte "Zur Alten Weberei", Kirchbergstraße
Im "Arbeitskreis 3" wurden über 135 Einzelmaßnahmen abgestimmt.
Diese Maßnahmen wurden nun von DorschConsult in zwei Planungsfällen zusammengefasst, in den verkehrlichen Auswirkungen untersucht und vorgestellt.
Die Planfälle von DorschConsult und die vorhandene Planung
des Tiefbauamtes wurden den Delegierten zur Abstimmung gestellt. Anschließend wurde der gewählte Planfall optimiert und prioritäten festgelegt.
Bei einem Glas Sekt bedankte sich das Stadplanungsamt für das Engagement der Delegierten.


Das
Konzept und die Erläuterungen von DorschConsult können Sie:
- als pdf herunterladen

Das
Protokoll des 4. Arbeitskreises können Sie:
- hier lesen

Für weitere
Fragen und Erläuterungen
wenden Sie sich bitte an Ihren Delegierten!



Protokoll des 4. Arbeitskreises am 1. Juli 2005

1. Begrüßung / Ablauf
Helga Jäger (UW) begrüßt die Anwesenden und erläutert den geplanten Ablauf der Veranstaltung. 14 Delegierte und 4 Vertreter sind anwesend. Als Gäste sind anwesend von der Stadt Augsburg Frau Steude und Herr Merkle, vom Tiefbauamt Herr Dr. Höhnberg sowie Stadträtin Frau Haaser-Schwalm. 


2. Protokolle
Zum Protokoll des 3. Arbeitskreises erfolgt eine Fehlerkorrektur der AG Wirtschaftlichkeit bezüglich einiger Kostenbeispiele.Die Protokolle des 2. und 3. Arbeitskreises werden einstimmig angenommen. 

3. Präsentation der Planfälle - Dorsch Consult
Der Verkehrsplaner, Herr Wösthoff, stellt die zwei Planungsfälle von Dorsch Consult vor und weist auf die vorh. Planung des Tiefbauamtes hin.
Planfall 1 nimmt 94% der geäußerten Anregungen auf.
Planfall 2 entspricht Planfall 1, ist jedoch um die Abbiegemöglichkeiten an der Deutschenbaurstraße erweitert.
 Im Anschluss an die Präsentation haben die Delegierten Gelegenheit zum Studium des nach dem Vortrag ausgegebenen Konzeptes und zur internen Beratung. Herr Wösthoff steht für Fragen zur Verfügung. 

4. Abstimmung
Die geheime und anonyme Abstimmung hat folgendes Ergebnis:
- Planfall 1 (DC)             7 Stimmen
- Planfall 2 (DC)             6 Stimmen
- Plan 3 (Tiefbauamt)     1 Stimme 
Auf Antrag der Delegierten soll folgende Anregung in das Konzept aufgenommen werden:Das Planungsamt prüft mit den Stadtwerken im Einzelfall, ob eine Verlängerung der Tempo-30-Zone bzw. die Verlangsamung der Tram im Bereich der südlichen Stadtberger Straße ohne negative Auswirkungen (bspw. auf Umlaufpläne) möglich ist.Die abgegebene Stellungnahme basiert nach Aussagen von Herrn Wösthoff auf grundsätzlichen Aussagen der Stadtwerke. Das Stadtplanungsamt erklärt sich bereit, Gespräche zu führen. 

5. Optimierung des Planfalls
Die Verkehrsprognose hat gezeigt, dass in wenigen Bereichen durch die Zunahme des Verkehrs zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Hierzu schlägt Herr Wösthoff ein Maßnahmenpaket vor.Die Delegierten entscheiden zunächst mit 11 Zustimmungen und 3 Gegenstimmen dafür, über das gesamte Paket abzustimmen. Im zweiten Schritt wird das Paket einstimmig angenommen.Der Vorschlag eines Delegierten, dass auf der Vetter-, Arnulf-, Alfonsstraße ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet werden soll, beantwortet Herr Wösthoff mit dem Hinweis auf die zu hohe Verkehrsbelastung und die fehlenden räumlichen Voraussetzungen. 

6. Prioritäten
Auf der Grundlage der vom Verkehrsplaner vorgeschlagenen Stufen wird folgende Abstufung in der Diskussion festgelegt.
Dabei werden folgende Kriterien berücksichtigt: Verkehrswirksamkeit, Verkehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Stufe1- Verkehrswirksame Maßnahmen an Eingangsbereichen des Stadtteils- sicherheitsrelevante Maßnahmen an Stellen mit akutem Handlungsbedarf  
Stufe2 - Maßnahmen im Inneren des Stadtteils
2a:- Eingangsbereiche der Strassen
2b:- in den übrigen Stufen nicht enthaltene Maßnahmen 
Stufe 3- kostenintensive Maßnahmen mit geringer Verkehrswirksamkeit
3a:- verkehrsberuhigte Bereiche
3b:- Straßensanierung (Hessenbachstraße) 
Der Stufenplan wird von den Delegierten einstimmig angenommen. Aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten für die Sanierung der Hessenbachstraße erhält diese die letzte Priorität (Akzeptanzproblem).Die Delegierten wünschen außerdem:- differenziertere Aufgliederung der Kosten entsprechend den vorgesehenen Stufen.- Aussagen zu Ablauf, Realisierungszeiträumen, Kosten 

7. Abschlußveranstaltung
Die Delegierten legen Wert darauf, zu vermitteln, dass das Konzept gemeinsam erarbeitet wurde und von allen getragen wird. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung soll daher aus den 4 Arbeitsgruppen jeweils ein Delegierter berichten. 

8. Sonstiges
Herr Merkle, Stadtplanungsamt erläutert die nächsten Schritte:
- Prüfung des Konzepts durch das Tiefbauamt         August/ September 05
- Bauausschuss    September 05
- Setzen erster (Verkehrs-) Zeichen                          Ende 2005 
Der Antrag, ein gemeinsames Essen der Delegierten zu veranstalten,  wird einstimmig angenommen.
Herr Merkle dankt den Delegierten für ihr Engagement bei einem Glas Sekt.             

Protokoll: J. Weber-Ebnet, H. Jäger , Urbanes Wohnen e.V. 





Nachrichtliche Ergänzungen des Protokolls:
(Die Stellungnahmen wurden an Herrn Wösthoff weitergeleitet, können aber nicht mehr Bestandteil des Konzepts werden!)

1. Stellungnahme von B. Kammerer, 03.07.05. via e-Mail:

Der Planer hat die Begrünung der Straße (Anregung Nr. 29) zwar positiv bewertet, sie aber im Gegensatz zu ähnlichen Anregungen aus Pfersee-Süd nicht ins Konzept aufgenommen.
Dabei liegen die Probleme hier nicht anders als in den vergleichbaren Fällen. Im Gegenteil stehen hier für die Begrünung sogar beide Straßenseiten zur Verfügung, die gegebenenfalls auch abwechselnd benützt werden können. Auch hier würde sich die Straßenraumgestaltung positiv auf den Fußgänger und den MIV auswirken.

Meine Anregung geht nun dahin, den Vorschlag, der im Gremium ja schon vorgestellt wurde und keinen Widerspruch fand, ins Konzept, zumindest in einem Anhang als wünschenswert aufzunehmen. Die Probleme mit den Leitungen und der Finanzierung bilden natürlich einen Vorbehalt, der auch für die anderen Baumstandorte immer gilt. In der Priorität wird dieser Punkt sicher erst an 2. oder 3. Stelle auftauchen.

Der zweite Vorschlag bezieht sich auf die Optimierung des Konzeptes des Bereiches um den Pferseer Schlosspark, in dem der Verkehrszuwachs gerade durch Beruhigung der anderen Straßen beträchtlich ist, was auch die Sicherheitsprobleme dort verschärft. Die Gruppe Sicherheit möchte deshalb noch einen Vorschlag für diesen Bereich unterbreiten, der aber erst abgestimmt werden muss. Bis spätestens Mittwoch wird dies der Fall sein. Das Verfahren ließ uns leider keine frühere Möglichkeit, da erst am Freitag die Auswirkungen der Planungen auf diesen Bereich und die Notwendigkeit der Optimierung sichtbar wurden.


2. Stellungnahme von Herrn Schnitzler, 04.07.05 via Fax:

Bei der Durcharbeitung des "Verkehrskonzeptes Pfersee" musste ich feststellen, daß die von mir von Anfang an gewünschte Verkehrsberuhigung in dem Bereich 18 für Arnulf-, Alfons- und Dresdner Straße nur die Arnulfstraße (Maßnahmenzusammenstellung Seite 1von 3) enthalten ist.
Vielleicht gingen die nicht aufgeführten Straßen im allgemeinen Geräuschpegel unter? Auf meinen letzten Einwand bei der Sitzung am 1.7.2005 bei der Verlesung des Maßnahmenkatalogs wurde von Herrn Wösthoff leider nicht weiter darauf eingegangen.
Durch die Verlangsamung des Verkehrs in der Leitershofer-/ Brunnenbachstraße, besonders ab der Ampelkreuzung Von-Rad-, Chemnitzer-, Leitershoferstraße wird der Schleichverkehr durch die Dresdener- und Alfonsstraße mit Sicherheit noch weiter zunehmen. Deshalb müssen die Straßen in den verkehrsberuhigten Bereich mit aufgenommen werden. Ich bedaure, wenn ich Ihnen u. Herrn Wösthoff Mehrarbeit zumute, aber es ist in diesem Fall wirklich notwendig.


3. Stellungnahme von Herrn Kammer, 06.07.05 via e-mail:

Optimierungsvorschlag für den zentralen Bereich um die St. Michaelskirche  und dem Pferseer Schlössle
Das Problem:
Durch das neue Verkehrskonzept (Planfall 1) kommt es im historischen Bereich von Pfersee zu einem deutlichen Verkehrszuwachs. In der Stadtberger Straße (zwischen Haltestellen Pfersee und Bgm.-Bohl-Straße) sind es ca. 20 %, in der Fröbelstraße 35%. Der Bereich, in dem sich Schlosspark, Jugendhaus, Bürgerhaus, Kinder- und Jugendspielplatz, ein Ärztehaus und eine Kirche befinden, ist von Straßen eingeschlossen, die in Zukunft noch schwerer zu queren sind. Außerdem gibt es Probleme mit der Schulwegsicherheit. Kinder aus Pfersee-Süd, die die Spichererschule besuchen müssen (Sprengel), haben Probleme durch unsichere Querungen oder Umwege.

Lösung:
Die Lösung und damit die Optimierung für diesen Bereich liegt in der Kombination von Tempo 30 mit einer besseren Querbarkeit des Bereiches.

Tempo 30:
Sinnvollerweise sollte in diesem Bereich Tempo 30 gelten, was größtenteils, vermutlich sogar vollständig, möglich ist, ohne, dass es zu Behinderungen des ÖPNV kommt.
 - Im kurzen Bereich Stadtberger Straße bis Haltestelle Bgm.-Bohl-Straße kann die Tram im praktischen Betrieb ohnehin nicht schneller fahren (Abstand zwischen den Haltestellen, Radler, Sicherheit, parkende Autos). Tempo 30 würde im Gegenteil eher eine geringfügige Reduzierung des MIV bewirken, die wieder der Tram zugute käme.
Dieser Bereich von Pfersee ist durchaus mit sensiblen Innenstadtbereichen wie der Frauentorstraße zu vergleichen in denen ebenfalls  Tempo 30 angeordnet ist.
 - Da in der Bgm.-Bohl-Straße ohnehin Tempo 30 geplant ist, sollte die Regelung bereits ab Nordende der Tramhaltestelle beginnen, damit ein besserer Schutz für die Kreuzung und die Querung der Radler erreicht wird. Der ÖPNV wird nicht beeinträchtigt, die Tram hält hier.
- Logisch wäre es die Tempo 30 Regelung in der Fröbelstraße fortzusetzen. Nur wenn dies zu einer nachweisbaren Verschlechterung für den Trambetrieb führt, könnte darauf verzichtet werden. Allerdings sollte hier anhand konkreter Unterlagen aus dem praktischen Betrieb nachgerechnet und abgewogen werden. Die Entscheidung liegt im Konfliktfall bei der Stadt.
 In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass von den Bürgern bei Baumaßnahmen in der Vergangenheit eine ganze Reihe von Beschleunigungsmaßnahmen vorgeschlagen wurden, die nicht realisiert sind (Vom eigenen Gleiskörper stadteinwärts in der Pferseer Straße bis zum zweigleisigen Ausbau nach Stadtbergen und zum Verzicht auf die Haltestelle Luitpoldbrücke. Es ist nicht schlüssig, dass nun die Verkehrberuhigung Pfersee die Fahrtzeitgewinne bringen soll, die an anderer Stelle vergeben wurden)

 - Wenn die letzt genannte Regelung nicht möglich ist,  muss spätestens ab dem Haus Fröbelstraße 7 auf Tempo 30 reduziert werden. Hier befindet sich eine unübersichtliche Kurve vor der Einmündung Leitershofer Straße. Die Tram würde hier nicht mehr beeinträchtigt, da sie in einer Kurve und bereits in der Anfahrt auf die Haltestelle ist.

Verbesserung der Querbarkeit:
Nötig ist ein Fußweg von der Egelseestraße durch den Park, zwischen Jugend- und Bürgerhaus zur Stadtberger Straße und von dort über Querungshilfen von beiden Seiten zum weg zur Koboldstraße. So entsteht eine äußerst attraktive Wegeverbindung durch Pfersee, die auch für den Schulweg sehr große Bedeutung hat.

Die Tram würde nicht behindert, sie bekommt auf jeden Fall den Vorlauf, die Querung der Fröbelstraße erfolgt deswegen ampelgestützt. Der derzeit äußerst gefährliche Zugang zum Park kann entfallen, was den Trambetrieb unterstützt und sicherer macht. Ein solcher Weg ist ins Konzept aufzunehmen und im Rahmen der Stadtsanierung, die für diesen Bereich vorgesehen ist, zu realisieren.

Ergänzung zum Bereich Kindergarten:

Vor dem Kindergarten St. Paul ( nördlicher Bereich Uhlandstraße) wurde die Straßenmarkierung übersehen. Sie sollte ergänzt werden.


4. Stellungnahme von Herrn Glas im Auftrag der Bürgeraktion Pfersee-Süd, 09.07.05 via e-mail:

Anregungen bzw. Ergänzungen der Ausführungen zur Gestaltung der Leitershofer Straße: Beginnend an der Kreuzung Leitershofer Straße / B 17:

Keine Anbindung des Gewerbegebietes an die Leitershofer Straße. Sollte entgegen unserer Vorstellung die absolute Notwendigkeit gesehen werden, das Gewerbegebiet trotzdem über die Kreuzung Leitershofer Straße / B 17 an die B 17 anzubinden, muss diese Anbindung so gestaltet werden, dass Fzg.’e, die auf der Leitershofer Straße stadtauswärts fahren, nicht in das Gewerbegebiet einbiegen können und auch vom Gewerbegebiet aus nur auf die B 17 bzw. nach Leitershofen gelangen können.

Die Leitershofer Straße sollte auf Höhe des Offizierscasinos in einem Bogen nach Norden gezogen werden, um dem geraden Straßenverlauf entgegen zu wirken.

Keine Wegweisung von Leitershofen über Pfersee in Richtung Innenstadt sondern über die B 17 und die Ackermannstraße.

Piktogramm mit 30 km/h auf dem Fahrbahnbelag – stadteinwärts vor der Mündestelle Uhlandstraße.

Die vorgeschlagene Querungshilfe auf Höhe der Uhlandstraße sollte fest eingebaut mit mindestens zwei Bäumen ausgeführt werden.

Der vorgeschlagene langgezogene Fahrbahnteiler mit Baumpflanzungen auf der Leitershofer Straße im Bereich zwischen den Mündestellen Uhland- /Bgm.-Bohl- bzw. Bgm.-Bohl- und August-Vetter-Staße wäre sicherlich sinnvoll. Sollte dieser nicht realisiert werden, könnte alternativ dazu – wie bereits vorgeschlagen – zwischen den vorgesehenen Querungshilfen auf der Leitershofer Straße  Höhe Uhland- / Bushaltestelle Pfersee-Süd /Bgm.-Bohl- / August-Vetter-Straße das Parken am nördlichen Fahrbahnrand wieder zugelassen werden.

Um die Übersichtlichkeit der Leitershofer Straße im Bereich der Mündestelle Bgm.-Bohl-Straße zu gewährleisten, sollten allerdings ca. 20 Meter links und rechts der Mündestelle Bgm.-Bohl-Straße keine Parkplätze ausgewiesen werden. Hier sollte jedoch in gleicher Breite jeweils der Gehweg durch einen Grünstreifen verbreitert  werden.

Zur Verringerung der Fahrbahnbreite der Bgm.-Bohl-Straße ist an der Mündestelle – wie vorgeschlagen – eine fest eingebaute Querungshilfe dringend erforderlich. Durch diese Maßnahme kann die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle deutlich erhöht werden.