die Ergebnisse
I Auftakt I Arbeitskreis 1 I Arbeitskreis 2 I Arbeitskreis 3 I Arbeitskreis 4 I Abschluß I Maßnahmen 06 I
Informationsveranstaltung
1. Stufe der Umsetzung des Verkehrskonzeptes

____am 28. September 2006 von 19:00 – 22:00
____Gaststätte "Zur alten Weberei"

Ablauf der Veranstaltung:

  • Das Tiefbauamt informiert die Delegierten und deren Stellvertreter/innen über die 1. Stufe des Verkehrskonzeptes und erläutert den Vorschlag zur Dringlichkeit und Reihenfolge der ausgewählten Maßnahmen
  • Von den Delegierten wird ein Meinungsbild zur Prioritätensetzung eingeholt sowie ein Votum zu den vom Tiefbauamt vorgestellten Varianten in der Bgm.-Bohl-Straße
  • Die Delegierten werden über Widerstände von Bürger/innen in der Eberlestraße informiert und es wird ein Meinungsbild und evtl. Empfehlungen erarbeitet, wie damit künftig verfahren werden soll
  • Wie geht’s weiter – Zeitplan

Protokoll mit Plänen der Maßnahmen

Informationsveranstaltung
1. Stufe der Umsetzung des Verkehrskonzeptes

am 28. September 2006 von 19:00 – 22:00
Gaststätte "Zur alten Weberei", Kirchbergstraße 23

Anwesende:
Delegierte:
Herr Vogel, Frau Meyer, Frau Hinterreiter, Herr Heinrich, Herr Kammerer, Herr Konrad, Herr Glas, Herr Egger, Herr Linse, Herr Meyer, Herr Kastl, Frau Zitzelberger
Stellvertreter/innen:
Herr Schwarz, Herr Tratz, Herr Ziegler
entschuldigt: Herr Schnitzler
Gast: Herr Schabert
Stadt Augsburg:
Herr Merkle, Baureferat, Frau Steude Stadtplanungsamt
Herr Hösle, Herr Dr. Höhnberg Tiefbauamt
Moderation: Helga Jäger, UW


Begrüßung, Rahmenbedingungen
Herr Merkle begrüßt die Teilnehmenden und erläutert:
Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen hat sich im Jahr 2005 verzögert, da der vorgesehene Etat (600.000,- Euro) restlos gestrichen und im Nachtragshaushalt für 2006 von den beantragten 280.000.- Euro lediglich 150.000.- Euro für erste Maßnahmen bereitgestellt werden konnten.
Für die Haushalte der kommenden Jahre wurden angemeldet: 2007: 665.000,- Euro, 2008 und 2009: 1Mio. Euro
Wichtig sei, die Motivation der Delegierten im Jahre 2005 in die Zukunft "mitzunehmen", da die Stadt, das Gremium brauche.
Die umstrittene Maßnahme in der Eberlestraße wird bis zur Klärung aus der ersten Priorität genommen. Zum Schutz der Delegierten und um das weitere Vorgehen zu beraten wurde die Vertreterin der diesbezüglichen Unterschriftenliste nicht eingeladen.


Kriterien und Prioritäten
Die Kriterien und Prioritäten für die Realisierung der verabschiedeten Maßnahmen werden von Frau Jäger nochmals erläutert:
Kritierien - Stufenplanung/Prioritäten
- Verkehrswirksamkeit (Gesamt Pfersee)
- Verkehrssicherheit (Problemlösung)
- Wirtschaftlichkeit (Investition, Umsetzung)

Differenzierung - lt. Beschluss des 4. AK am 1. Juli 2006
Stufe 1
- verkehrswirksame Maßnahmen am Eingangsbereich des Stadtteils
- sicherheitsrelevante Maßnahmen an Stellen mit akutem Handlungsbedarf
Stufe 2
- Maßnahmen im Inneren des Stadtteils
Eingangsbereiche der Straßen
in den übrigen Stufen nicht enthaltene Maßnahmen
Stufe 3
- kostenintensive Maßnahmen mit geringer Verkehrswirksamkeit
verkehrsberuhigte Bereiche
Straßensanierung


Maßnahmen
Herr Hösle, Tiefbauamt, erläutert die Kriterien des TBA für die Umsetzung der Maßnahmen2006:
Berücksichtigt werden primär die Maßnahmen des Verkehrskonzeptes und Anregungen aus Bürgergesprächen, sowie Maßnahmen, deren Realisierung sich wg. Anstehender Wiederherstellungen anbietet.
Auf sog., Recycling-Kunststoff-Elemente soll künftig verzichtet werden, da sis sich von der Fahrbahn lösen.
Über Leitungen ist aus Kostengründen (Verlegung) keine Baumpflanzung möglich.
Vordringlich sind Maßnahmen an den Quartiersrändern und solche, die der Sicherheit dienen

Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden im einzelnen erläutert.

1. Deutschenbauer-/ Flandernstraße
I Plan ansehen I

Maßnahmen:
- Verengung des Kreuzungsbereichs
- Mittelinsel
- Verlängerung des Radweges
Rahmenbedingungen:
- erforderliche Radien für LKW müssen eingehalten werden
Die Maßnahme wird angenommen.

2. Eberle-/ Flandernstraße
I Plan ansehen I

Maßnahmen:
- Zone 30
- Mittelinsel,
Rahmenbedingungen:
- Mittelinsel überfahrbar für Schwerlastverkehr, verkürzt für Entladeverkehr
Anregungen:
- Einzelmaßnahmen vermeiden, da diese zur Verlagerung des Verkehrs führen
Die Maßnahme wird angenommen.

3. Eberle-/ Ludwigshafener Straße
I Plan ansehen I in Kürze!

Maßnahmen:
Variante 1
- Mittelinsel in der Eberlestraße, Verlust von 5 Parkplätzen
Variante 2
- "Nase" an der Einmündung Ludwigshafener Straße
Anregungen:
- Versetztes Parken in der Eberlestr. -> wegen Bus nicht möglich
- Problem liegt evtl. weniger im Entfallen der Parkplätze
als im Heranrücken des Verkehrs ans Haus?
Es liegen zwei Unterschriftenlisten (pro und contra Insel) vor. Die Maßnahme wird bis zur endgültigen Klärung aufgeschoben
Die Delegierten empfehlen mit 8 Stimmen (gegenüber 4) die Variante 2 zur Weiterbearbeitung.

4. Franz-Kobinger-/ Färberstraße
I Plan ansehen I

Maßnahmen:
- Einengung im Kreuzungsbereich (Schulweg)
- Vermeidung von Parken im Kreuzungsbereich (Übersichtlichkeit)
- Parkplätze vor dem Pfarrheim
Anregungen:
- Vorfahrtsberechtigung aufheben
- Begrünung zur Steigerung der städtebaulichen Qualität
Die Maßnahme wird angenommen.

5. Adlhoch-/ Brunnenbachstraße
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Maßnahmen:
- Neuordnung der Abbiegesituation
- Platzbildung mit 2 Bäumen (Aufenthaltsqualität)
- Parkplätze vor Einzelhandel
- Einengung im Fahrbahnbereich Hauptstraße
Anregungen:
- Kreisverkehr -> aus Platzgründen nicht möglich und sinnvoll, keine städtebauliche Qualität
- mehr Parkplätze
- stärkere Bremsung des Verkehrs notwendig -> durch Verengung bereits gewährleistet
- Zebrastreifen als optische Barriere
- Fußwegbeziehungen nicht durch Parkplätze unterbrechen
- geringere Versiegelung -> höherer Unterhaltsaufwand (Kosten)
Meinungsbild:
- vorgeschlagene Gesamtlösung:12 Stimmen
- geringere Versiegelung: 12 Stimmen
- Parkplätze auf Mittelteil: 1 Stimme

6. Adlhoch-Schule
I Plan ansehen I

Maßnahmen:
- Einengung (Sicherheit bei Bushaltestelle, Vorplatz vor Schultor)
Einschränkungen:
- Bäume wegen Leitungen nicht möglich
Anregungen:
- Pflanztröge statt Bäumen im Leitungsbereich -> hoher Unterhaltsaufwand
- Haltemöglichkeit für Kinderabholung in der Nähe
- Verzicht auf Einbauten auf der “Nase” (= Kunstwerke) zur Erhöhung der Übersichtlichkeit
Die Maßnahme wird einstimmig angenommen mit der Empfehlung den Standort der Kunstwerke zu prüfen.

7. Uhlandstraße
I Plan ansehen I

Maßnahmen:
- Einengung mit Baum, Verzicht auf Parkplätze
- Sperre am Ausgang des Jugendspielplatzes
Die Maßnahme wird einstimmig angenommen.

Alle vorgestellten Maßnahmen sollen in diesem Jahr realisiert werden, unter dem Vorbehalt ausreichender Finanzmittel

Herr Merkle schlägt vor sich zur Abstimmung der Maßnahmen 2007 frühzeitig zu treffen.
Der Haushalt wird Mitte 2007 rechtskräftig.

Bgm-Bohl-Straße
Zur Umgestaltung der Bgm-Bohl-Straße werden 2 Varianten vorgestellt.
Diese können als Anpassungsmaßnme aus dem Projekt Sheridan-Kaserne finanziert werden.
Entwurfsbedingende Faktoren sind: geringer Querschnitt, Baumbestand auf dem Sheridan-Gelände

Varainte1:
I Plan ansehen I in Kürze!
Maßnahmen:
- Angebotsstreifen für Fahrräder, kann bei Begegnung von LKW überfahren werden, damit jedoch keine 30-Zone
- auf der Westseite der Bgm-Bohl-Straße keine zusätzlichen Parkplätze
- Querungsinseln
- Radweg im Bereich des KiGa

Variante2:
I Plan ansehen I in Kürze!
Maßnahmen:
- Temp-30, damit Fahrradverkehr auf der Fahrbahnpunktuelle Verengungen
- Erhalt vieler Parkplätze
Anregungen:
- Tempo30 und Verzicht auf separaten Radweg
- Parkplätze erhalten wegen Parkdruck aus Bestandsbauten
- Mittelinsel müssen ausreichend breit sein für Radfahrer mit Kinderanhängern!
- Zugang zum KiGa künftig von Süden oder Westen möglich
Die Variante 2 wird mit 14 Zustimmungen angenommen.


Verfahren Einsprüche
Am Beispiel der umstrittenen Maßnahme in der Eberlestraße wird das künftige Vorgehen in solchen Fällen beraten.
Stellungnahmen:
- man darf nicht dem größten Druck nachgeben
- mehr Information vor Ort: Plakate, Aushänge
- Existenzbedrohung des Bäckers muss aus politischer Sicht ernst genommen werden (Herr Merkle)
- frühzeitigere Diskussion der Maßnahmen
- vorhandene Informationsangebote werden nicht genutzt
- Anwohner werden immer erst aktiv wenn es konkret wird
- für Anregungen offen bleiben
- Beschlüsse sind nach bestem Wissen getroffen, Abstimmung ist bindend
- Beschlüsse sollen umgesetzt werden


weitere Zusammenarbeit
Das Stadtplanungsamt bittet die Delegierten um Mithilfe bei der Information vor Ort, da die zeitlichen Kapazitäten des Planungsamtes begrenzt sind.
Stellungnahmen
- der Prozess ist mit Verabschiedung des Konzepts nicht beendet
- Bereitschaft der Delegierten zu einer weiteren Mitwirkung
- zwischen Konzept und der Realisierung fehlt ein konkreter, anschaulicher Gesamtplan,
der den Bürgern frühzeitig vorgestellt wird und Stellungnahmen ermöglicht
- kontinuierliche Information der Delegierten über den Stand der Dinge erforderlich,
um vor Ort argumentieren zu können.

Die Stadtverwaltung sieht es als ihre Aufgabe, nicht die der Delegierten, Konflikte (wie in der Eberlestraße) zu lösen.


I Maßnahmenkonzept 2006 herunterladen I

Protokoll:
31.09.2006, Jan Weber-Ebnet, Helga Jäger,
URBANES WOHNEN E.V.